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Westafrika-Paludarium

von Martin Truckenbrodt

Aktuelle Bilder
Bilder von Ende Mai 2008.
Konzeption
Das Becken soll einen kleinen Tümpel Westafrikas darstellen.
Das Becken existiert seit 2001 und hat seitdem etwa vier größere Umbauten und einen Umzug mitgemacht.
Das Becken steht seit Juli 2004 als Raumteiler zwischen Eß- und Wohnzimmer. Nach einem letzten größeren Umbau ist das Becken samt Ausatz erst wieder seit Ende Juni 2007 wieder komplett in Betrieb.
Baudokumentation
Baudokumentation auf meiner Paludarium Seite paludarium.pipidae.de
Tierbesatz Wasserteil
  • Archiaphyosemion maeseni "Lola GRC 90/174" - Prachtkärpfling - Guinea
  • Scriptaphyosemion cauveti "Siramousaya GRCH 93/238" - Prachtkärpfling - Guinea
  • Epiplatys roloffi "Senebou" - Guinea
  • Pseudhymenochirus merlini - Merlin's Zwergkrallenfrosch - Guinea-Bissau
  • eventuell wird noch eine weitere Killifischart oder auch eine kleine Chichlidenart dazu kommen
Besatz Landteil
Technik und Konstruktion
Es besteht aus einem Aquarium mit den Maßen 140x50x60cm (BxHxT) auf dem ein 110cm hoher Aufsatz als Landteil aufgesetzt ist.
Beleuchtet wird das Becken momentan mit vier 120cm/36Watt Leuschtstoffröhren, je zwei Tageslicht und Warmton. Die Schaltzeisten der Lampen sind 8.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Ich lasse die Schaltuhren ganzjährig nach der Winterzeit laufen.
Beheizt wird das Becken mit einer U-förmigen Spirale aus Hizungsinstallationsrohr, welche über einen Thermostatregler gereglet an das Zentralheizungssystem angeschlossen ist. Der Filter ist ein Hamburger Mattenfilter über Eck und als Landteil aufgebaut.
Tagebuch nach 2004
Nach unserem Umzug 2004 sollte das Becken ursprünglich mit zentralafrikanischen Tieren besetzt werden, was ich dann aber Mitte 2005 änderte. Außerdem stand noch ein weiterer Umbau des Landteilaufsatzes an, welchen ich Anfang 2007 dann endlich durchführte. Das Becken ist deshalb erst seit Ende Juni 2007 wieder richtig und durchgehend in Betrieb.
Bisher haben sich darin aber schon Scriptaphyosemion cauveti, Epiplatys roloffi und Hyperolius occidentalis erfolgreich quasi extensiv vermehrt.
Tagebuch vor 2004
Das Paludarium habe ich mir zum Umzug Ende November 2001 in unsere neue Wohnung in meinem Elternhaus gegönnt. Vorher betrieb ich ein 145Liter- und ein 120Liter-Becken in unserer alten Wohung. Diese Becken sind still gelegt und die Fische und ein Teil der Frösche aus diesen alten Becken sind ins Paludarium umgezogen.
Es stand damals im Flur unserer Wohnung und sollte vor allem ein Becken zum Anschauen sein. Zum Umzug konnte aus Zeitgründen nur der Wasserteil fertiggestellt werden. Der Landaufsatz wurde im April 2002 gestaltet.
Im März und April 2003 wurde der Landteilaufsatz umgebaut. Details dazu finden sich in der Baudokumentation.
Der Wasserteil war nahezu ausschließlich mit afrikanischen und kosmopolitischen Wasserpflanzen bepflanzt:
  • Anubias congensis - Kongo-Speerblatt
  • Anubias cf. barteri - Breitblättriges Speerblatt
  • Anubias barteri var. nana - Zwergspeerblatt
  • Anubias gigantea - Riesen-Speerblatt
  • Anubias heterophylla - Hellgrüne großblättrige Anubias
  • Bolbitis heudelotii - Kongo-Wasserfarn
  • Crinum calamistratum - Krause, smalblättrige Crinum
  • Limnophila sessiflora - Kleine Ambulia
  • Vesicularia dubyana - Javamoos
Im Wasserteil wohnten ausschließlich afrikanische Frösche und Fische:
  • Natürlich 15 Zwergkrallenfrösche - vermutlich tschechische Nachzuchten, teilweise Nachzuchten von mir
  • 3 Silurana cf. epitropicalis Tropische Krallenfr¨sche - Nachzuchten von Kriton Kunz
  • 12 Barbus barilioides - Blaustrichbarbe - Link
  • 4,2 Phenacogrammus interruptus - Blauer Kongosalmler - Link
  • 3,4 Hemigrammopetersius caudalis - Gelber Kongosalmler - Link
  • 4 Synodontis nigriventis - Rückenschwimmender Kongowels - Link
  • 4,2 Fundulopanchax (Apyhosemion) gardneri nigerianum - Gardners Prachtkärpfling - Link
  • 1,1 Pelviachromis pulcher - Purpur-Prachtbarsch - Link
  • 1 Synodontis ? - Kongowels -
  • 1,1 Ctenopoma ansorgi - Orange-Buschfisch - Link
Den Fischen gefiel es auf Anhieb sehr gut im neuen Becken. Regelmäßig waren Prachtkärpflinge in die vorderste Kammer des Mehrkammerflters gesprungen. Vereinzelt kamen dort auch Jungfische hoch. Ich startete nach ein paar Wochen einen Versuch mit Fächergarnelen (Atya gabonnesis), welcher leider mit dem Tod des Pärchens endete. Entweder hatten sie Probleme mit dem Wasser, was sich in Häutungsproblemen zeigte, oder/und bekamen sie beim Füttern nicht genug ab.
Mitte 2002 unternahm ich einen Versuch mit fünf semiadulten Riedfröschen Hyperolius multipunctatus, der leider im Tod bzw. Verschwinden der Tiere endete. Zum einem fühlten sie sich einfach nicht wohl im Paludarium. Zum anderen habe ich Monate später noch ein erhebliches Sicherheitsloch am Landteilaufsatz entdeckt, so dass ich vermute, dass ein oder zwei Riedfrösche im Filter ertrunken sind.
Gegen Ende 2002 setzte ich fünf Distichodus sp. in den Wasserteil. Leider stellt sich heraus, dass diese aus Anubias stehen. So kamen sie noch ein paar Wochen leider weider zurück zum Händler.
Anfang 2003 starben leider fünf neue Kaulquappenwelse Phracturus ansorgii, weil die Wassertemperatur zu hoch für sie war. Ich hatte einige Wochen versäumt die Wassertemperatur zu beobachten. Ich nehme an, dass sie durch diese Übertemperatur derart geschwächt wurden, dass sie von anderen Insassen verletzt wurden. Bei einem anschließenden Versuch stellte ich fest, dass die Wassertemperatur ohne Heizung max. knapp 23°C erreicht.
Frösche und Fische vertrugen sich ansonsten sehr gut miteinander. Selbst die Anfang 2003 hinzugekommen Silurana brachten das Becken nicht zu sehr in Rage. Sie hingen sehr gerne im Limnophila-Teppich herum.
Ein Problem stellten lediglich die relativ häufigen und zahlreichen Nachzuchten der Pelviachromis dar, da diese sehr schlecht loszubekommen sind.
Die Frösche machten einen recht gut genährten Eindruck, so daß ich davon ausgehe, daß sie genug vom Futter abbekamen. Vormittags fütterte ich Flockenfutter oder Futtertabletten vor allem für die Fische. Abends gab es Frostfutter oder gelegentlich Drosophila für alle. Ich musste allerdings aufpassen, dass sie den anderen Insassen nicht zu viel vor der Nase wegfraßen.
Erstaunlich ist für mich immer wieder, dass gelegentlich einzelne Nachzuchten der Prachtkärpflinge in dem Becken hochkamen.
Die Anzahl der im Wasserteil lebenden Tiere betrachtete ich selbst als nahezu ausgereizt. Es sollten lediglich noch ein paar Kaulquappenwelse oder ähnliche rein bodenlebende Fische und, falls zukünftig vorhanden, ein paar Nachzuchten der im Becken lebenden Zwergkrallenfrösche dazu kommen. Ich habe es etwas bereut, daß ich die Anzahl der Kongosalmler zum Bezug des Beckens noch mal auf 16 Fische erhöht hatte, da das Becken mit Ihnen schon sehr gefüllt wirkte, da die Blauen doch deutlich länger als 12cm werden.
Bilder Historie
Bilder vom 5.2.2003 vor dem im März und April 2003 durchgeführten Umbau.
juv. Fundulopanchax gardneri
Bilder vom 13.10.2002
Weitere Bilder des Paludariums finden sich in der Baudokumentation auf meiner Paludarium Seite paludarium.pipidae.de.

© 2006-2008 Martin Truckenbrodt

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